Raum für
einen Anfang.
Für Werkstätten, kleine Betriebe und neue Unternehmen, die etwas wagen und unseren Alltag bereichern.
GewerbeFür eine vielfältige, innovative
und lebendige Stadt.
In günstigen Räumen wird gearbeitet, ausprobiert und Gemeinschaft gelebt. Wo sie verschwinden, verlieren wir mehr als Quadratmeter: Ideen, Beziehungen und Möglichkeiten für die Zukunft.
Für Werkstätten, kleine Betriebe und neue Unternehmen, die etwas wagen und unseren Alltag bereichern.
GewerbeFür Ateliers, Proben, freie Kultur und Ideen, deren Wert sich nicht am nächsten Ticketverkauf messen lässt.
KulturFür Initiativen, Treffpunkte und Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und das Quartier mitgestalten.
Soziokultur«Eine Stadt, die ihre erschwinglichen und lebendigen Orte pflegt, bewahrt ihre Fähigkeit, sich zu erneuern.»
Für eine vielfältige, innovative und lebendige Stadt.
Die Lage in Zürich ist dramatisch: Die letzten günstigen Räume verschwinden hier und jetzt – ohne jeglichen Ersatz. Für eine lebendige Stadt sind sie unverzichtbar, denn hier entstehen Ideen und Projekte, die das kulturelle, soziale und wirtschaftliche Leben nachhaltig prägen. Sie geben Kulturinstitutionen, Kleingewerbe, jungen Unternehmen, Szenen und Communities die Möglichkeit, Neues zu erproben. Sie fördern Innovation, ermöglichen die Aushandlung gesellschaftlicher Konflikte, schaffen Identität und Zusammenhalt. Ein sichtbarer Wert, der sich nicht in Rendite messen lässt.
Ob Kiosk, Coiffeur, Schreinerei, Quartierbäckerei, Spezialitätenladen, Restaurant oder Club, günstige Räume bilden das Rückgrat eines lebendigen Quartierlebens – doch an ihrer Stelle entstehen hochrentable Projekte für Luxuswohnungen, Büros und teure Läden. Zwischennutzungen, von der Zentralwäscherei über die Kaserne bis zum Sihlquai, sind wichtige soziale und kulturelle Treffpunkte für die ganze Region – aber nur geduldet auf Zeit, droht ihnen das Aus durch Projekte von Stadt und Kanton. Dass selbst mutige Kulturräume untergehen, die bei hohen Marktmieten mitspielten, zeigt das Projekt Kosmos an der Europaallee. Verloren gehen in allen diesen Fällen wichtige soziale Einrichtungen, unersetzliche Nutzungen, durchmischte Quartiere, und auch das Verspielte und das Unfertige, das der Stadt ihre Lebendigkeit gibt.
Solche Räume entstehen nur unter bestimmten Bedingungen. Vor vier Jahrzehnten erkämpfte die 80er Bewegung mit Fantasie und Krawallen urbanes Leben gegen eine erstarrte Stadt. In den 90er-Jahren öffnete der industrielle Wandel die Hallen von Zürich-West unverhofft für kulturelle Treffpunkte, lebendige Experimentierräume und Start-Ups. Und bis in die 2010er Jahre boten die innerstädtischen Quartiere mit ihren Blockrandbebauungen in Erdgeschossen und Hinterhöfen Platz für wenig zahlungskräftige Nutzungen aller Art. Viele der Unternehmen, Initiativen, Kulturorte und Brands, die Zürich heute prägen, hätten ohne solche Räume nie entstehen können. Beispiele wie Freitag, das Projekt «Essen für Alle» oder die Photobastei zeigen, dass erfolgreiche Ideen dort entstehen, wo günstige Räume Experimente ermöglichen und Risiken tragbar machen. Heute gibt es solche Räume kaum mehr.
Günstige Räume werden durch bewusste Entscheidungen vernichtet oder ermöglicht. Investoren und Immobilienfirmen steuern die Erschwinglichkeit von Räumen, doch auch die öffentliche Hand trägt eine entscheidende Verantwortung. Sie kann durch aktive Bodenpolitik, langfristige Nutzungsstrategien, Kostenmiete und den Erhalt bestehender Gebäude günstige Räume nicht nur für Wohnzwecke, sondern auch für Kultur, Kleingewerbe und Soziales schaffen und dauerhaft erhalten. Die Instrumente sind vorhanden. Was es braucht, ist der politische Wille, sie einzusetzen.
Eine Stadt, die ihre erschwinglichen und lebendigen Orte pflegt, bewahrt ihre Fähigkeit, sich zu erneuern. Darum gilt: Günstige Räume schaffen und erhalten – jetzt.
Wir fordern ein klares politisches Bekenntnis von Stadt und Kanton Zürich zu günstigen Räumen, auch für soziokulturelle Nutzungen, sowie eine langfristige Sicherung und Neuschaffung von nichtkommerziellen und preisgünstigen Räumen. Beispielsweise durch:
Wir fordern ein klares politisches Bekenntnis von Stadt und Kanton Zürich zur langfristigen Sicherung und Neuschaffung günstiger Räume.
Ein Moratorium für Planungen und Projekte, die bestehende günstige Räume verdrängen. Was für Bausubstanz gilt, muss auch für ihre Nutzung gelten. Wir fordern einen Schutz für bewährte günstige Räume, ähnlich wie der Denkmalschutz für historische Gebäude. Städtische und kantonale Grossprojekte, die günstigen Raum für Kultur, Gewerbe oder Soziales verdrängen, sind zu sistieren, bis eine Lösung für deren Erhalt oder Ersatz gefunden ist.
Wir verlangen, dass Erhalt oder tragfähiger Ersatz vor dem Verlust gesichert werden. Die Lösung für günstige Räume gehört in das Projekt – nicht in eine ungewisse Zeit danach.
Wir fordern die Ausweitung der bestehenden Ergänzungspläne für Erdgeschossnutzung auch für die Zone für öffentliche Bauten und für Neubauten. So bleiben Strassenräume vielfältig und belebt. Die Stadt braucht nicht noch mehr Hochglanz-Cafés und Concept-Stores, die sich kaum jemand leisten kann.
Hohe Mieten begrenzen, wer einziehen kann. Werkstätten, kleine Geschäfte und Treffpunkte brauchen tatsächlich zugängliche Räume. Ein lebendiges Erdgeschoss beginnt bei seinen Nutzungsbedingungen.
Grossprojekte müssen so viel wie möglich im Bestand planen und haushälterisch sanieren, damit günstige Mieten auch künftig möglich bleiben. Wo die öffentliche Hand Eigentümerin ist, fordern wir bei Grossprojekten einen verbindlichen Anteil an Kultur-, Gewerbe- und Sozialflächen zur Kostenmiete.
Für uns ist die Kostenmiete vor der Renovation der Massstab. Ein teurer Umbau kann auch ohne Marktrendite bestehende oder neue experimentelle Nutzungen ausschliessen. Die Finanzierung notwendiger Arbeiten muss die günstigen Bedingungen erhalten.
Unsere Position zur Kostenmiete ↓Raumbörse, Gremium Günstiger Raum und Stiftungen wie die PWG bestehen bereits. Ihnen fehlt jedoch ein klarer Auftrag, dauerhaft günstigen, nichtkommerziellen Raum anzubieten. Wir fordern, dass diese Organisationen die Ziele für günstigen Raum (auch für Gewerbe, Kultur und Soziales) ergänzend definieren, jährlich öffentlich Bericht erstatten und eine Strategie zu dessen langfristiger Sicherung und Schaffung erarbeiten.
Auf diesen Strukturen wollen wir aufbauen. Entscheidend sind verbindliche Ziele für dauerhaft günstige Räume und nachvollziehbare Ergebnisse.
Wie beim Wohnanteil nach §49b PBG fordern wir einen verbindlichen Anteil an günstigem Raum für Gewerbe, Kultur und Soziales. Öffentlich festgeschrieben und überprüfbar. Wir fordern, dass Stadt und Kanton konkrete Modelle erarbeiten, wie ein solcher Raumanteil umgesetzt werden kann.
Die Forderung ist ein Auftrag, konkrete Modelle zu entwickeln. Neben dem Flächenanteil müssen Kostenbedingungen, Nutzung und Dauer verbindlich geregelt werden.
Auch staatsnahe Unternehmen mit grossem Immobilienbesitz wie etwa SBB, Post oder Swisscom, aber auch Institutionen wie die Kirche tragen Mitverantwortung für die Stadt. Wir fordern, dass auch sie einen verbindlichen Beitrag zur Schaffung günstiger Räume leisten, statt dies dem freiwilligen Goodwill zu überlassen.
Ihre Grundstücke und Gebäude prägen die Möglichkeiten der Stadt. Wir verlangen verlässliche Beiträge zur Sicherung günstiger Räume und ihrer Nutzungen.
Günstige Räume müssen
günstig bleiben.
Unser Massstab ist die Kostenmiete vor der Renovation. Auch notwendige Arbeiten dürfen nicht dazu führen, dass bestehende Nutzungen und neue Ideen mit unsicherem Erfolg keinen Platz mehr haben.
Wir fordern Bestandserhalt, haushälterische Sanierung und eine Finanzierung, die diese günstigen Bedingungen sichert. Mehr neue Fläche ersetzt keine verlorenen Möglichkeiten.
Unterzeichne das Zürcher Manifest für erschwingliche Räume und unterstütze seine sechs Forderungen.
Du bist selbst betroffen? Du vertrittst eine Institution, einen Betrieb oder eine Initiative? Wir verbinden Menschen aus Gewerbe, Kultur und Soziokultur mit Unterstützenden aus Bildung und Politik.
Gemeinsam machen wir günstige Räume zu einem stadt- und kantonsweiten Anliegen. Daraus sollen später konkrete Petitionen oder andere Massnahmen für betroffene Orte entstehen. Gemeinsam erreichen wir mehr – machen wir unser Anliegen sichtbar!
Du unterstützt das Zürcher Manifest für erschwingliche Räume und die sechs darin formulierten Forderungen. Die Unterzeichnung ist keine Vereinsmitgliedschaft und keine automatische Unterschrift unter spätere Petitionen.
Für uns ist die niedrige Kostenbasis vor einer Renovation der Massstab. Auch eine neu berechnete Kostenmiete ohne Marktrendite kann nach einem teuren Umbau zu hoch sein. Notwendige Arbeiten müssen so geplant und finanziert werden, dass bestehende und neue experimentelle Nutzungen möglich bleiben.
Wir verlangen, günstige Räume und ihre Nutzungen vor verdrängenden Eingriffen zu sichern. Haushälterische Sanierung und Bestandserhalt sollen günstige Bedingungen erhalten. Neue Flächen erfüllen das Anliegen nur, wenn sie tatsächlich zugänglich und dauerhaft günstig sind.
Das Manifest bildet eine gemeinsame Plattform für Stadt und Kanton Zürich. Im Vordergrund steht jetzt dieses gemeinsame Anliegen. Über die Netzwerkarbeit können später Petitionen für konkrete betroffene Orte entstehen.
Ja. Im Netzwerk können Institutionen, Betriebe, Initiativen und Einzelpersonen ihre Erfahrungen und Kontakte einbringen und die Kampagne weitertragen. Nutze dafür den separaten Zugang «Im Netzwerk mitwirken».
Günstige Räume.
Gemeinsame Zukunft.
Menschen, Betriebe und Institutionen stehen hinter dem Zürcher Manifest. Gemeinsam schaffen wir Raum für die Zukunft.
–insgesamt
Die ersten freigegebenen Namen erscheinen hier.
Statements und Videobeiträge folgen.
–insgesamt
Die ersten freigegebenen Namen erscheinen hier.
Statements und Videobeiträge folgen.